Korona Vorbehandlung

Korona-Vorbehandlung: eine leider häufig unumgängliche Maßnahme, bei der Bedruckung von Werbemitteln und Kunststoffprodukten aus PP und PE.

Werbemittel werden aus Kostengründen häufig aus preiswerten und oder recycleten Kunststoffen, fernab des eigentlichen Bedarfs hergestellt, welche die Druckereien oft vor Probleme stellen, da die Druckfarben darauf nicht haften.

3DT-Steuerungseinheit mit Hochspannungselektrode

3DT-Steuerungseinheit mit Hochspannungselektrode

Hochspannungselektrode mit Korona-Lichtbogen

Hochspannungselektrode mit Korona-Lichtbogen

Häufig kann man die Farbhaftung erst prüfen, wenn die Ware bereits beim Kunden ist, was zur Folge hat, dass der Kunde wütend und der Lieferant hilflos ist. Meistens ist der Werbeaufdruck auf dem Werbemittel der letzte Akt des Handels, was dazu führt, dass der Werbeartikel im druckfrischen Zustand – aus der Druckmaschine – direkt an den Kunden verschickt wird. Dass die Druckfarbe oft 5 bis 6 Tage zum Aushärten benötigt, wird leider allzu oft ignoriert.

Die Problematik liegt an der schlechten Benetzbarkeit des Werbematerials.

Wozu dient Korona-Vorbehandlung

Alle Materialien und besonders Kunststoffe haben gegenüber anderen Stoffen und Elementen eine sogenannte Oberflächenspannung, die verhindert, dass sie sich mit Schmutz, Fett, Farbe verbinden.

Diese Oberflächenspannung verhindert das Vernetzen der Druckfarbe mit dem Produkt und das passiert insbesondere bei Kunststoffen wie PE und PP. Gerade das sind aber die Kunststoffe, die in der haptischen Werbung überwiegend eingesetzt werden.

Korona-Vorbehandlung – so funktionierts

Nun gibt es die Möglichkeit solche Kunststoffe zu behandeln, damit die Druckfarbe letztlich doch haften bleibt. Dazu bietet sich das Abwischen mit einem Primer an oder das Beflammen mit einer Gasflamme. Beide Verfahren sind nicht sehr angenehm, da der Primer stark riecht und zudem nur mit Handschuhen und einem Lappen oder per Spritzpistole aufgetragen werden kann. Des Weiteren kann beim Beflammen solcher Werbeartikeln die Oberfläche des Kunststoffes ankokeln, und häufig glänzt sie danach, was auch nicht immer toleriert wird.

Korona-Vorbehandlung gewährleistet stabilen Haftgrund!

Die vorausschaubar beste Methode der Vorbehandlung von Kunststoffen aus PE und PP ist die Korona-Vorbehandlung. Sie entspricht einer kalten Behandlung, bei der die Oberfläche des Kunststoffs durch eine Hochspannungsentladung sensibilisiert und dadurch bedruckbar gemacht wird. Die Oberflächenspannung des Kunststoffs verändert sich, (wird aufnahmefähig zur Druckfarbe) und erzeugt auf diese Weise eine stabile Haftgrund und Verbindung mit dem Kunststoff.

Wer diese Maßnahme ausschalten will, muss im Vorfeld durch geeignete Tests prüfen, aus welchem Kunststoff letztlich der Werbeartikel hergestellt wurde.